Vom 27. bis 29. März war ich mit Gregor wieder auf Fototour – zum zweiten Mal an der Ostsee. Dieses Mal ging es nach Niendorf mit dem Gespensterwald und nach Warnemünde mit seinen Leuchttürmen.
Auftakt am Ratzeburger See
Bevor wir in Niendorf angekommen sind, habe ich Gregor in Hamburg eingesammelt. Da kein Sonnenuntergang verschwendet werden darf, hatte er direkt einen Spot am Ratzeburger See mit passendem Steg recherchiert – also nichts wie hin.
Wir wurden nicht enttäuscht.
Übernachtet haben wir im Hotel Strand 26 in Niendorf – absolut empfehlenswert. Gerade für Fotografen ist das frühe, reichhaltige Frühstück nach einem Sunrise-Trip Gold wert.
Den Abend ließen wir entspannt beim Italiener ausklingen. Das Knoblauchbrot war ein absolutes Highlight, die Gnocchi Gorgonzola ebenfalls sehr zu empfehlen. Perfekt, um den Plan fürs Wochenende nochmal durchzugehen – bevor am nächsten Morgen um 5 Uhr der Wecker klingeln sollte.


Gespensterwald – Erster Morgen
Der Blick aus dem Fenster: durchwachsen. Bewölkt, leichtes Nieseln.
Direkt hinter dem Hotel führt ein Weg in den Wald, den wir uns am Vorabend ausgesucht hatten. Nach etwa 10 Minuten standen wir an der Steilküste. Wir gingen noch ein Stück weiter – aber ich nehme es vorweg: Das wurde nichts mit dem Sonnenaufgang.
Immerhin war es perfektes Scouting für den nächsten Morgen.
Die Ausbeute blieb überschaubar. Das spannendste Erlebnis: mehrere Schwarzspechte statt Geister im Wald. Allein der Gedanke, permanent mit dem Schnabel gegen Bäume zu hämmern, hat schon beim Zuschauen Nackenschmerzen verursacht.
Zeit für einen Power Nap – und danach ein wirklich starkes Frühstück.
Warnemünde – Geduld zahlt sich aus
Warnemünde ist immer eine Reise wert – wenn die Sonne scheint. Wind gehört dazu, aber Sonne macht hier einfach den Unterschied.
Und ja – sie ließ auf sich warten.
Also nutzten wir die Zeit, um unseren Leuchtturm-Spot zwischen zwei Dünen zu finden und den Nachmittag entspannt bei Kaffee in einer Backstube zu verbringen.
Später ging es mit Eis, Fischbrötchen und Fritten über die Promenade Richtung Hotel Neptun, wo unser Auto stand. Gregor wollte unbedingt noch einen Strandaufgang fotografieren – aber keiner hat uns wirklich überzeugt.
Dann der Lichtblick: Seine ViewFinder-App zeigte ein kleines Zeitfenster von fünf Minuten mit Sonne und aufreißendem Himmel.
Wir warteten.
Und wurden belohnt.
Ich konnte zusätzlich noch die kleinen Leuchttürme am Alten Strom in der Dämmerung mit Langzeitbelichtung aufnehmen – ein perfekter Abschluss für den Tag.






Gespensterwald – Zweiter Morgen
Sonntagmorgen – und dazu noch Zeitumstellung.
Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass sie mir nicht eine Stunde nimmt, sondern schenkt. Durch den späteren Sonnenaufgang mussten wir erst um 6 Uhr los.
Perfektes Timing.
Wir folgten erneut dem europäischen Fernwanderweg E9 entlang der Steilküste bis zu unserer am Vortag ausgesuchten Lichtung.
Und diesmal passte alles: Ab halb sieben brachte die aufgehende Sonne die Wolken zum Glühen.
Genau dafür steht man auf.










Rückreise
Nach der „Gespensterstunde“ ging es zurück zum Frühstück, gefolgt von einem letzten Power Nap.
Danach entspannt zurück Richtung Heimat – erst nach Hamburg, dann weiter nach Hannover.